Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum Thema Zahnvorsorge

Zahn­zusatz­versicherung

Eine Zahn­zusatz­versicherung erstattet Versicherten abhängig vom Tarif nicht nur Zuzahlungen für Zahn­behand­lungen und Zahnersatz. Sie bietet darüber hinaus umfassende Leistungen im Bereich der Zahn­vorsorge. Dazu gehören beispiels­weise die professionelle Zahn­reinigung und Zahn­stein­ent­fernung sowie die Fissuren­versiegelung. Dabei zahlt eine gute Zahn­zusatz­versicherung auch in Fällen, in denen die gesetzliche Kranken­versicherung die jeweilige Prophylaxe­maßnahme nicht oder nur teil­weise übernimmt. Jedoch unter­scheiden sich die Leistungen der verschiedenen Zahn­zusatz­versicherungen hinsicht­lich der Prophylaxe. Während es spezielle Tarife gibt, die aus­schließ­lich der Zahn­vorsorge dienen, umfassen Angebote, die vorrangig dem Zahn­ersatz gelten, Prophylaxe­maßnahmen in unterschied­lichem Maße.

Kranken­kasse & Zähne

Die gesetzlichen Kranken­kassen zahlen medizin­isch not­wendige Behand­lungen der Zähne. Dabei wird aller­dings oft nur ein Teil der anfallenden Kosten über­nommen. Den Rest müssen Kassen­patienten aus der eigenen Tasche bezahlen. Insbesondere bei Zahn­ersatz sind die gesetz­lichen Leistungen niedrig, sodass Zu­zahlungen von mehreren tausend Euro anfallen können. Aber auch komplizierte Zahn- und Zahn­fleisch­behandlungen bezahlt die Kranken­kasse nicht voll­ständig. Bei Kindern kommt hinzu, dass die Kranken­kasse kiefer­ortho­pädische Maß­nahmen nur bis zu einem bestimmten Grad der Zahn- oder Kiefer­fehl­stellungen übernimmt. Erwachsene erhalten hier bis auf Aus­nahme­fälle gar keine Unter­stützung. Selbst bei der Zahn­vorsorge können sich Kassen­patienten nicht auf eine voll­ständige Übernahme aller Kosten verlassen.

Zahn­medizin

Die Zahn­medizin ist in den letzten Jahr­zehnten weit gekommen. Sei es bei der effektiven Schmerz­behandlung oder der Ent­wicklung neuer Materialien für den Zahn­ersatz – Patienten profitieren von einer immer besseren Ver­sorgung beim Zahn­arzt. Auch bei der Zahn­vor­sorge wurden neue Techno­logien entwickelt, damit schmerz­hafte Zahn- und Zahn­fleisch­erkrankungen gar nicht erst ent­stehen beziehungs­weise Zähne möglichst lange erhalten bleiben. Dazu gehört beispiels­weise die schonende Ent­fernung von Zahn­stein mittels Ultra­schall. Diese führt häufig nicht nur zu besseren Ergeb­nissen, sondern ist für den Patienten angenehmer als die Behandlung mit Schabern aus Metall. Allerdings werden gerade neu­modische Verfahren oft nur verzögert in den Leistungs­katalog der gesetz­lichen Kranken­kassen aufgenommen.

Amalgam das Gift im Zahn

Während Amalgam noch vor wenigen Jahr­zehnten das bevor­zugte Material für Zahn­füllungen war, setzen Zahn­mediziner wie Patienten inzwischen verstärkt auf Komposit­füllungen oder Inlays aus hoch­wertigen Materialien wie Gold. Dabei ist Amalgam sehr wider­stands­fähig und bietet Patienten in der Regel eine lange Halt­barkeit. Dazu lässt es sich von Zahn­ärzten sehr gut ver­arbeiten. Aller­dings haben gesund­heit­liche Bedenken in Bezug auf das ent­haltene Quecksilber dazu geführt, dass Amalgam bei neuen Füllungen oftmals nicht mehr verwendet wird. Viele Patienten lassen sich sogar alte Amalgam­füllungen ent­fernen. Dabei gibt es keine gesicherten Erkennt­nisse, dass Amalgam­füllungen gesund­heit­lich bedenk­lich sind. Wer dennoch auf ein anderes Füll­material setzen will, muss die Extra­kosten meist entweder selbst bezahlen oder über eine Zusatz­versicherung abdecken.

Zahn­hygiene in Deutsch­land

Zweimal täglich Zähne­putzen und mindestens einmal pro Jahr zum Zahn­arzt? Die Deutschen halten sich bei ihrer Zahn­hygiene nicht ganz an die Empfehlungen der Zahn­ärzte. Zudem gibt es zwischen den Geschlechtern, Jung und Alt sowie regional einige Unter­schiede bei der Zahn­pflege. So gehen Frauen im Schnitt 1,6-Mal pro Jahr zur Zahn­vorsorge, während es Männern nur auf 1,28 Besuche jähr­lich bringen. Dagegen greifen ältere Menschen öfter zur Zahn­bürste als junge Erwachsene. Dabei ist klar: Personen, die stärker um ihre Zahn­hygiene bedacht sind, verfügen im Schnitt über eine bessere Zahn­gesund­heit. Zudem kann der Zahn­arzt durch Prophylaxe­maßnahmen helfen, das Gebiss lange intakt zu halten.